Die Frankfurter Botschaft manifestiert sich als performative Installation. Was ist die Frankfurter Botschaft? Ob es sich um eine diplomatische Institution handelt oder um eine Verkündigung, bleibt absichtlich unklar. Als Verkündigung bleibt unausgesprochen, was ihr Inhalt ist. Als diplomatische Institution bleibt unbestimmt, wer hier wen vor wem vertritt: Ob die Einwohner Frankfurts eine diplomatische Vertretung vor ihrer Stadt benötigen, ob die Stadt sich diplomatisch vor ihren Bürgern vertreten lässt.

Offenkundig ist nur, dass um das Leben in Frankfurt und das Frankfurter Selbstverständnis geht. Die Aufführung ist als performative Installation angelegt, die zwar auf der Zeitachse musikalisch komponiert ist – mit der Musik der Geste und des Wortes –, durch die sich aber die Zuschauer frei, wie durch eine Ausstellung, bewegen können. Dabei ist es ausgeschlossen, alles zu erfassen: Der Zuschauer oder die Zuschauerin wird zum Regisseur ihrer eigenen ästhetischen Erfahrung. Das Geschehen selbst, das sich zum Material dieser Erfahrung anbietet, ist ebenso polyphon wie heterogen.

Premiere: 21. September 2018, 20 Uhr

Weitere Aufführungen: 28. und 29. September
Weihehalle der Unitarier, Fischerfeldstr. 16, Frankfurt
Eintritt: 16€ / 8€ ermäßigt
Kartenvorbestellung: info@artes-forum.org / 0172 6608163

Die Frankfurter Botschaft ist die zweite Manifestation eines Projektes, dessen erste im August 2016 statt fand. Bei dieser zweiten Botschaft setzen wir uns mit den beiden neuen Stadtvierteln Frankfurts auseinander: der Neuen Altstadt und dem Europaviertel. Uns interessiert, welches Selbstbild Frankfurts sich in diesen Vierteln verwirklicht, welche Vorstellungen und Begehren mit diesen Vierteln und ihrer Architektur verbunden sind, welche Liebe und welcher Hass.

Die Frankfurter Botschaft wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.